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Eine starke Gemeinschaft!

Jobkiller, Bürokratiemonster, Preistreiber: Kaum ein Argument ließen die Gegner des gesetzlichen Mindestlohns aus, um Stimmung gegen die Lohnuntergrenze zu machen. Jetzt gibt es den Mindestlohn von 8,50 Euro über ein Jahr – und keines der Horror-Szenarien zum Mindestlohn ist tatsächlich eingetreten.  (Quelle: DGB) Der DGB räumt auf seiner Homepage mit den Mythen um den Mindestlohn auf.

Nun wurde die Diskussion um den Mindestlohn durch die Flüchtlingswelle erneut angefacht. Arbeitgeberverbände fordern Ausnahmen für Flüchtlinge vom Mindestlohn. Sie begründen dies mit ihrer Aufgabe, Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren. So viel soziales Engagement bei gewinnorientierten  Unternehmen ist kaum vorstellbar.

Bei der Deutschen Post bietet man Praktikumsplätze für Flüchtlinge an.  6 Wochen in Vollzeit, ohne Bezahlung. Dies ist rechtlich möglich, nicht nur für Flüchtlinge. Ein Praktikum dient der Berufsfindung bzw. der Vorbereitung auf eine Ausbildung. Wie sinnvoll es dann ist, Praktikanten in Briefzentren,. z. B. in Frankfurt, einzusetzen ist mehr als fragwürdig. Keine Tätigkeit in den Briefzentren sind Ausbildungsberufe, es gibt fast nur Beschäftigung in Teilzeit und jedes Jahr werden durch Bemessung Arbeitsplätze abgebaut.

Auch wenn ein Praktikum bei der Deutschen Post keine Perspektive auf eine dauerhafte Beschäftigung für Flüchtlinge bietet, kann es trotzdem eine Unterstützung bei der Integration sein. 36 Wochen keine „lange weile“, knüpfen von sozialen Kontakten, vertiefen von Sprachkenntnissen, etc.

 

Betriebsräte müssen jetzt aufpassen dass Flüchtlinge nicht missbraucht werden um  verstärkt Rückstände (Urlaub/Übersunden) abzubauen oder hohe Krankenstände auszugleichen.  Nur wenn Flüchtlinge / Praktikanten zusätzlich im Betrieb sind, ist das soziale Engagement des Unternehmens Deutsche Post glaubhaft. 

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